Equipment

Eine Seite über mein Equipement: Gitarren, Dobros, Perkussion, Schlagzeug und jeweiliges Zubehör. Ich bin eine eher konservative Natur und der Ansicht, dass Ausdruck und Klang eher in den Fingern steckt wie in unzähligen Instrumenten. Abgesehen davon, dass es ein Haufen Geld kostet, finde ich es auch schade um gute Instrumente, die dann wenig bis nicht gespielt werden.

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Saitensprung – der Musikladen meiner Wahl

Guitars

Martin D-42

Guitar Martin D42
Martin D42

Meine Gitarre fürs Leben. Eine ordinäre Dreadnought, wobei das X der Verstrebung unter der Decke näher am Schalloch sitzt, also weiter von der Stegeinlage entfernt. Dadurch hat der untere Teil der Decke (Lower Bout) mehr Freiraum zum Schwingen.

Durch den größeren, frei schwingenden Bereich der Decke liefert die Gitarre ein sehr volles, tiefes und warmes Fundament in den Bässen. Der Ton entfaltet sich laut, dynamisch und hat den typischen, singenden „Pre-War“-Vintage-Charakter der alten Martin-Modelle aus den 1930er Jahren.

Ich mag das. Jedes Mal, wenn ich das Ding in die Finger nehme – auch nach 30 Jahren. Bist Du ein akustischer Klangfetischist, nimmst Du sowas am besten nie in die Hände: Danach ist alles andere Plastik.

Aufgrund der vorverschobenen X-Verstrebung neigt die D-42 mit den Jahren dazu, hinter dem Steg eine leichte, optische Wölbung (Belly) zu entwickeln. Es empfielt sich, auf die Luftfeuchtigkeit konsequent achtzugeben und sich mit 12er-Saiten zu begnügen. Auch bleibt sie in der Regel schön zu Hause.

Tacoma DR-20

Mein Arbeitspferd. Kommt überall hin mit, ausser zum Camping. Ich verstärke sie mit einem Fishman Rareearth Humbucker.

Levin W 36

Guitar Levin W36
Levin W36

Meine erste, eigene Gitarre. Als ich realisierte, dass ich fürs Tablaspielen zu alt bin und ich was mit Tönen und Singen machen möchte, musste eine Gitarre her. Das war wohl so 1997. Gebaut 1978 in Schweden.

Der Vorbesitzer hatte die Gitarre wohl zu trocken aufbewahrt. Die Zarge bekam eines Tages zwei Risse, als sie – in einer Gitarrentasche – leicht an einem Türrahmen anschlug. Das Geräusch wünsche ich niemandem.

Heute ist sie meine Roundneck Slide Gitarre.

Sigma DR-35

Guitar Sigma DR-35
Sigma DR-35

Ein Erbstück vom meinem guten Freund Ralf Reimann: music.samuelheller.ch/mehr/musiker/ralph-reimann. RIP!

Tools and Strings

G7th-Kapo
G7th-Kapo

Ich spiele harte Picks, mindestens 1mm; und benutze einen G7th Kapo.

Üblicherweise benutze ich Martin Phosphor-Bronze Saiten, ich mag die Livespan 2.0; etwas teuer halt. Mit der D-42 funktionieren die Martin Retro Nickel Saiten hervorragend. Saiten mit mehr Obertönen übertönen schnell mal die Gitarre, was wirklich schade ist.

Squareneck Resophonic Guitars

Zuallererst: Was ist eine Squareneck Resophonic Guitar?

www.wikipedia.org/wiki/Resonatorgitarre

Meredith No. 60

Hergestellt aus massivem Koa Holz, ist es eines dieser Instrumente, die klanglich nicht mehr besser gehen – nur anders. Ebenfalls ein Instrument fürs Leben. Sie hat einen offenen Soundwell.

Beard Vintage R

Beard Vintage R Model
Beard Vintage R Model

Meine Arbeits-Dobro. Speziell ist das matte Finish, etwas heikel in der Pflege. Aber mit einem geschlossenen Soundwell einen hervorragenden Klang für den Preis.

Goldtone Signature Deluxe

Dobro Goldtone Signature Deluxe
Goldtone Signature Deluxe

Meine erste Dobro, als ich realisierte: Wer richtig sliden will, braucht eine Lapsteel – alles andere ist Bastelkram.

Ich hatte etwas Pech: Nach drei Jahren brach eine der Stimmmechaniken. Und die Decke verformte sich und quetschte den Cone vom Hals her. Die Öffnung in der Decke musste etwas gefräst werden.

Billig ist halt billig. Es feht etwas an Bass und den Hals aufwärts geht das Sustain schnell verloren. Dafür hat man was fürs Lagerfeuer. Also zu spielen, nicht zu anheizen …

Mohan Veena (Indian Slide Guitar)

Mohan Veena (Indian Slide Guitar)
Indian Slide Guitar

Ich übernahm das Instrument von meinem Bruder. Klang uns Sustain sind nicht allzu toll. Aber um sich einen halben Tag mit Stimmen zu beschäftigen und etwas Bhairavi zu spielen reicht es allemal.

Tools and Strings

Auf allen Dobros benutze ich 16er D’Addario EXP042 Saiten.

Perfect Touch Finger Picks
Perfect Touch Finger Picks
Perfect Touch Finger Picks
Perfect Touch Finger Picks

Zur Zeit stecke ich mir Perfect Touch Finger Picks. Teuer, aber hervorragend, da sie keine Klickgeräusche verursachen.

Für den Daumen ein Blue Chip – what else?

Blue Chip Thumb Pick
Blue Chip Thumb Pick
Shubb Dobro Capo
Shubb Dobro Capo
Charlie's Slide Pro Capo
Charlie’s Slide Pro Capo

Ich mag den Shubb Kapo für sein Sustain.

Auf der Bühne ist der Charlie’s Slide Pro Capo um einiges praktischer.

Mandolin Colombo & C.

Mandolin Colombo & C, Lugano
Mandolin Colombo & C, Lugano

Ein weiteres Erbstück von meinem Grossvater. Eine italienische Mandoline von etwa 1920. Sie hat einen Sprung in der Decke wegen zu trockener Luft.

Das ist noch richtige Handarbeit, auch bei den Mechaniken: Die Zahn- und Schneckenräder lassen sich untereinander nicht tauschen.

Percoussion

Tabla

Tabla (Indian Percussion)
Tabla (Indian Percussion)

Das einzig wahre Perkussionsinstrument: Schlagzeug und Bassgitarre in einem. Tabla ist – wie die meisten indischen Instrumente – ein Lebensweg, und etwas, das man kurz mal so lernt. Wenn die Handknocken nicht als Kind «rein wachsen», ist eine Topperformance kaum mehr zu erreichen. Ich gab nach rund drei Jahren auf.

Hier findest Du ein Audiobeispiel mit dem Tablaspieler Anindo Chatterchee.

Recording

Mikrofone

DPA 4099 Guitar Clip Mic
DPA 4099 Guitar Clip Mic

Für die Dobros benutze ich das DPA 4099G. Teuer, aber professionell gut! Aus den Dobro-Anfängen ist da noch ein AKG C-1000.

Vor einigen Jahren kam ein Austrian Audio OC18 Grossmembran zur Sammlung hinzu. Die nächste Anschaffung wird ein Kleinmembran-Kondenser sein.

Drum

Samuel Heller FönTön Studio 2006
Samuel Heller FönTön Studio 2006

Mein Drum Set, ein Tama Granstar in Pink, von 1987. Damals waren lange x-tra Toms modern, würde ich heute nicht mehr wollen: Der Power-Klang ist für mich den Stimmaufwand nicht wert. Aber als Teenager meditierte ich ausfühlich über diesem Prospekt (Seite 1, 2, 3 man beachte das Set rechts unten) , 4). Das erste eigene Instrument, von eigenem Geld gekauft, ist schon was besonderes. Insbesondere, wenn man dann in den Laden spaziert und gleich beim Eingang links das Objekt der Begierde steht. Als hätte es auf mich gewartet!

Heute würde ich alles etwas kleiner anschaffen, aber wieder mit einer Freefloating, hölzernen 6½x14″ Snaredrum mit Remo Ambassador Fell. Auf den Trommeln Remo Emperors. Gestartet mit Paiste Becken, ersetzte ich sie mit der Zeit mit Zildjians. Wegen Platzmangel gab ich das Set schweren Herzens weg.

Aufgrund meines chronischen Tinnitus seit 1992 spiele ich nicht mehr regelmässig. Haupsächlich an Sessions und zur Psychohygiene. Sie sagen, ich wäre kein Streichelzeuger.

Für eines Freundes Toningeneurs Drumrecording Abschlussarbeit jamte ich ausgiebig herum, in etwa um 1998. Ich schnitt es etwas zusammen.